(spd-ktf). Die Grundschule in Atzbach muss bleiben! Davon ist die SPD-Kreistagsfraktion nach ihren Gesprächen mit dem Schulleiter der Grundschule Atzbach und einer Besichtigung vor Ort überzeugt. „Wir wollen, dass die Grundschule in Atzbach für die Kinder weiterhin zu Fuß erreichbar ist", erklärte die SPDFraktionsvorsitzende Anke Hartmann.
Das eindeutige Fazit der Mitglieder des SPD-Arbeitskreises Schule: Die Schule bleibt im Dorf! Anke Hartmann weiter: „Für uns gibt es zwei machbare Varianten: Entweder beteiligt sich die Gemeinde Lahnau an der Sanierung des historischen Schulgebäudes, was insgesamt mit etwa drei Millionen Euro zu Buche schlagen wird." Die deutlich günstigere Alternative: „Wir bauen die notwendigen Räume an der Lahntalschule an, was kostensparend ist und keine Eigenbeteiligung der Gemeinde erfordert", so die Fraktionsvorsitzende.
Für den Anbau an der Lahntalschule spricht auch, dass die Grundschulkinder ihren Schulweg zu Fuß zurücklegen können. Außerdem spart der Lahn-Dill-Kreis die Buskosten, die bei einem Transport zur Grundschule in Waldgirmes entstehen würden. „Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für getrennte Schulhöfe aus, sieht aber auch den Vorteil, dass bei dieser Variante jetzt schnell mit den Planungsarbeiten begonnen werden kann", heißt es in einer Pressemitteilung,die an die heimischen Medien ging. Ein weiterer Pluspunkt in den Augen der Sozialdemokraten: Sollte der Anbau an der Lahntalschule verwirklicht werden, gäbe es für das historische Grundschulgebäude auf jeden Fall Nutzungsmöglichkeiten.
Jetzt laufen die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Schulträger. Wenn Ergebnisse vorliegen, heißt es, zügig im Sinne der betroffenen Grundschulkinder zu handeln. „Mit Kopfschütteln haben wir zur Kenntnis genommen, dass Herr Irmer von der CDU in einer Pressemitteilung verkündete, der Schuldezernent wolle die Grundschule in Atzbach schließen“, betonte die Fraktionsvorsitzende der SPD Anke Hartmann: „Dies geschah, nachdem im Bauausschuss des Kreises schon die verschiedenen Bauvarianten durch die Verwaltung vorgestellt und ausführlich diskutiert wurden. Ein solches Vorgehen ist unseriös und verunsichert die betroffenen Eltern und Schüler!“ Anke Hartmann appelliert deshalb an die
politischen Gegner: „Auch im Wahlkampf sollte man bei der Wahrheit bleiben!“